Jahresrückblick 2021:
Wir machen immer weiter...

2021 war für uns wieder ein sehr spezielles und ein ganz besonderes Jahr. Erstmalig beschäftigte der Covid-19-Virus unsere Einrichtungen und Dienste stolze 365 Tage lang. Doch auch abseits der Corona-Pandemie hat sich viel ereignet, auf das wir gemeinsam gerne zurückblicken.

Auch im Jahr 2021 haben unsere Einrichtungen und allen voran unsere Mitarbeitenden in der Pflege, im sozialen Dienst, in der Küche, in der Hauswirtschaft und in der Verwaltung alles gegeben, um in dieser herausfordernden Zeit die Menschen zu umsorgen, die unsere Unterstützung in Anspruch nehmen (müssen). Einiges möchten wir in diesem Jahresrückblick kurz Revue passieren lassen.

Alles war anders in diesem Jahr. Auch die sogenannte fünfte Jahreszeit. Ganz ausgefallen ist die Karnevalssession 2021 in den meisten unserer Häuser aber nicht. Mit Berlinern, Konfetti und ein bisschen feiern heizten unsere Mitarbeiter*innen in unseren Einrichtungen den karnevalsjecken Bewohner*innen ein. Mit FFP2-Masken und einem gewissen Sicherheitsabstand war es nicht das bekannte Karneval von früher, dennoch war es so möglich, kleine Feiern in unseren Einrichtungen zu organisieren und das Jahr 2021 gerade nach den Besuchsverboten zum Jahreswechsel positiv zu beginnen.

Das unsere stationären und teil-stationären Angebote der Altenhilfe von der Corona-Pandemie gefordert wurden, steht außer Frage. Um hier weitere Mitstreiter*innen für uns zu gewinnen und den wachsenden Fachkräftemangel im Pflegesektor entgegenzuwirken startete im Februar 2021 das Projekt INAR - Integration in den Arbeitsmarkt. Ziel des Projektes ist es, die Arbeitsmarktintegration und eine langfristige Bindung von Zugewanderten in den Pflegebereich zu stärken. Das Projekt INAR ist eine Kooperation mit der Abteilung Migration und Integration des AWO Bezirksverbandes Niederrhein e.V.

Mit einer weiteren guten Nachricht für unsere Beschäftigten konnten wir ebenfalls direkt zu Jahresbeginn aufwarten. Denn die Tarifeinigung bringt für die Beschäftigten 3,8 Prozent mehr Lohn und das für alle! Neben dieser Entgelterhöhung als Vorteil, setzen wir weiterhin gemeinsam verstärkt auf die Möglichkeiten der Digitalisierung, um die Arbeitsprozesse zu erleichtern. Dass sind wir als Arbeitgeber nicht nur den Mitarbeitenden in den Diensten und Einrichtungen schuldig, sondern auch den Mitarbeiter*innen, die in der Verwaltung den Betrieb am Laufen halten. Gemeinsam mit dem Kölner Unternehmen webtvcampus steuert und administriert nun erstmalig das AWO Willy-Könen Bildungswerk das neue Angebot, die gesetzlich vorgeschriebenen Unterweisungen individuell geprüft mit den Mitarbeitenden digital durchzuführen. Dafür erhalten die gut 1.500 Beschäftigten in unseren Einrichtungen individuelle Zugänge zu den digitalisierten Pflichtunterweisungen im Bereich Arbeitssicherheit und Hygiene: In einzelnen Videokapiteln werden die Mitarbeitenden dann schrittweise in dem jeweiligen Themenkomplex unterwiesen und müssen – jeweils am Kapitelende – eine Frage mit drei vorgegebenen Antwortmöglichkeiten beantworten. Teilnehmen kann die Belegschaft entweder mit einer pauschalen Zeitgutschrift bequem von eigenem Endgerät oder in der Einrichtung während der Arbeitszeit.

Die Pandemie zwang uns auch in diesem Jahr viele Aktionen, Feste und Feiern ins Freie zu verlegen. So gestalteten wir unseren jährlichen Aktionstag „AWO gegen Rassismus“ neben vielfältigen internationalen Verköstigungen  vor allem in der Natur. In Dinslaken gingen am AWO Wilhelm-Lantermann-Haus beispielsweise bunte, mit Helium befüllte Ballons als Zeichen für Vielfalt in den Himmel. Ein besonderes Erlebnis ermöglichten Konrad Göke und Dennis Kittner mit ihren Konzerten auf Rädern unseren Bewohner*innen. Sie besuchten Seniorenzentren am Niederrhein und setzten ein musikalisches Statement gegen Rassismus.

Im AWO Seniorenzentrum Innenhaften in Duisburg konnten die Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen den ehemaligen Fußball-Bundesligaprofi Dietmar „Didi“ Schacht kennenlernen. Didi besuchte das Pflegeheim mit seinem mobilen Currywurstwagen und versorgte Bewohner*innen und Mitarbeitende unter Einhaltung der geltenden Hygieneregeln und Abstandmaßnahmen mit der kulinarischen Delikatesse des Ruhrgebiets.

Natürlich durfte auch im letzten Jahr unsere tollen Oktoberfeste nicht fehlen. Das AWO Seniorenzentrum Wilhelm-Lantermann-Haus würdigte dem bayrischen Volksfest sein sogenanntes „Verwöhn-Cafe“. Die Cafeteria war blau-weiß geschmückt und für die Bewohner*innen gab es Brezeln mit Butter und/oder Marmelade, Bier, Kaffee und blauweiße Süßigkeiten. Ein paar Kilometer weiter strahlte das AWO Willi-Hartkopf-Seniorenzentrum in Remscheid ebenfalls in blau-weißer Pracht. Die Küche servierte hier ebenfalls Bier und Brezeln sowie eine köstliche hausgemachte bayerische Bowle.

Gegen Ende des Jahres gab es dann noch eine tierisch gute Abwechslung. Das AWO Seniorenzentrum Karl-Jarres-Straße aus Duisburg sowie das AWO Seniorenzentrum Wilhelm-Lantermann-Haus machten gemeinsame Sache und besuchten geheimnisvolle Unterwasserwelten. Zu Gast beim Sea Life Oberhausen entdeckten unsere Bewohner*innen über 5.000 Meereslebewesen und konnten die größte Haiaufzucht Deutschlands bestaunen. Aufregend ging es im AWO Seniorenzentrum Haus Meyberg zu. Hier findet nun wöchentlich ein Kleintierbesuch statt und sorgt ebenfalls für tierisch gute Abwechslung. Vom Minipony zum Schwein bis hin zum Uhu waren viele Tiere bereits Gast in dem Seniorenzentrum. Nun werden die Bewohner*innen regelmäßig von Meerschweinchen, Kaninchen und weiteren Kleintieren besucht.

Auch konnten zwei unserer Einrichtungen im letzten Jahr auf eine langjährige Tradition zurückblicken. Am 8. April 1971 wurde die heute unter dem Namen AWO Seniorenzentrum Willy Könen bekannte Einrichtung als Altenheim Am Fürmannsheck in Neukirchen-Vluyn eröffnet. Ebenfalls seinen 50. Geburtstag durfte das AWO Seniorenzentrum Adam Romboy in Mönchengladbach feiern, das bereits seit dem 1. Februar 1971 nicht nur pflegebedürftigen Menschen eine neue Heimat bietet, sondern seitdem auch fester Bestandteil im sozialen und kulturellen Leben der beiden Stadtteile Bonnenbroich und Geneicken ist. Zelebriert wurden die Jubiläen angesichts der pandemischen Lage gerade im Frühjahr 2021 jedoch nur in den jeweiligen Einrichtungen mit Bewohner*innen und Mitarbeitenden ohne externe Geburtstagsgäste. Gleichwohl bleibt die Hoffnung, dass sich die Corona-Pandemie im neuen Jahr derart entspannt und aufgeschobene Feiern ebenso nachgeholt wie auch anstehende Partys durchgeführt werden können.

Dass das gelingt, dafür übernehmen Bewohner*innen und Mitarbeitende gleichermaßen Verantwortung. Denn während sich leider viele Menschen einer Impfung immer noch verweigern – und sich hoffentlich bald eines Besseren belehren lassen –, krempelten die Menschen in unseren Seniorenzentren direkt zu Jahresbeginn die Ärmel hoch und ließen sich impfen. Dabei beeindruckte vor allem die hohe Impfbereitschaft bei Bewohner*innen und Mitarbeitenden. Aktuell zeigt sich einmal mehr, wie wertvoll die Corona-Schutzimpfungen sind. Denn das Infektionsgeschehen ist in unseren Einrichtungen im Winter 2021 nicht mit den zahlreichen Virusinfektionen und bisweilen tödlichen Verläufen im Winter 2020 zu vergleichen.

Unsere Mitarbeiter*innen sind unsere wertvollste Ressource. Sie geben der AWO Stimme, Gesicht und Leben. Darum legen wir größten Wert auf die Zufriedenheit unserer Beschäftigten und konnten im letzten Jahr unsere Benefits erweitern. Neben der attraktiven Vergütung, der Jahressonderzahlung, der Zahlung vermögenswirksamer Leistungen und der Gewährung einer betrieblichen Altersvorsorge, können wir nun nicht nur ein reduziertes Ticket für den öffentlichen Nahverkehr, sondern beispielsweise auch einen vergünstigten Monatsbeitrag bei der Fitnesskette FitX anbieten.

Auch im Jahr 2022 werden wir weiterhin alles dafür tun, den Arbeitsalltag trotz der weiterhin herrschenden widrigen Umstände zu erleichtern und zu vereinfachen. Dabei wird sicherlich nicht immer alles rund laufen. Aber gerade das letzte Jahr hat uns wieder einmal gezeigt, dass wir gemeinsam mit unseren Mitarbeiter*innen jede Kriese bewältigen können. Wir machen immer weiter und das gemeinsam!