Herbstfest mal drei:
Eventmanagement in Zeiten von Corona

Weil in Zeiten einer Pandemie anders gefeiert werden muss, gab es im Adam-Romboy-Seniorenzentrum drei Herbstfeste – und drei Herbstfeen.

Die wunderbaren Waldfeen: Betreuungsassistentin Andrea Lambrecht, Verwaltungsmitarbeiterin Dagmar Reneerkens und Einrichtungsleiterin Heike Burian (v.l.n.r.)
Die wunderbaren Waldfeen: Betreuungsassistentin Andrea Lambrecht, Verwaltungsmitarbeiterin Dagmar Reneerkens und Einrichtungsleiterin Heike Burian (v.l.n.r.)

Das Sommerfest im AWO Seniorenzentrum Karl-Jarres-Straße fand auf sieben Etagen gleichzeitig statt. Das AWO Seniorenzentrum Haus Meyberg musste in sechs Wohnbereichen parallel Reibekuchen backen. Im Mönchengladbacher AWO Adam-Romboy-Seniorenzentrum fanden wegen der notwendigen Obergrenze bei der Teilnehmerzahl gleich drei Herbstfeste statt: Eventmanagement in Zeiten von Corona ist eine Herausforderung.

Bei den drei Herbstfesten im Adam-Romboy-Seniorenzentrum durfte wegen der Abstandsregeln jeweils nur ein Drittel der Bewohner*innen anwesend sein. Entsprechend leer war der Saal. Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Das Orga-Team hatte nicht nur die Räumlichkeiten herbstlich geschmückt und die Tische liebevoll eingedeckt. Die Mitarbeiterinnen waren selbst ein sehr gelungener Teil der Deko: Als Herbst-Feen servierten sie frischen Pflaumenkuchen, reichten das ein oder andere Gläschen Sekt und legten sogar ein Tänzchen aufs Parkett – selbstverständlich in ausreichender Distanz zum Publikum. Die Musik musste allerdings von CD eingespielt werden. Das ganz echte Herbstfest-Feeling wollte deshalb nicht aufkommen, wie Einrichtungsleiterin Heike Burian feststellte: „Das gemeinsame Singen und Tanzen und die Live-Musik haben gefehlt. Aber wir haben versucht, das Beste daraus zu machen. Trotz der Einschränkungen waren die drei Nachmittage für die Bewohner*innen eine schöne Abwechslung.“ Dafür sorgten auch jeweils die vorgetragenen Herbstgedichte und das Quiz zum Thema „Herbst“. Unterhaltungen waren über die vorgeschriebene Entfernung von 1,50 Meter hinweg allerdings etwas mühsamer. „Wir müssen in diesem Jahr bei unseren Events von bewährten Konzepten Abstand nehmen – im wahrsten Sinne des Wortes,“ sagt Heike Burian. „Im Sommer war alles etwas einfacher. Aber der Herbst hat ja auch gerade erst angefangen. Wir werden unsere Organisation in der laufenden Indoor-Saison sicher noch optimieren.“ Zwar macht sich die Einrichtungsleiterin schon jetzt Gedanken im Hinblick auf die Weihnachtszeit. Aber sie ist zuversichtlich, dass ihr Team mit neuen Konzepten Lösungen finden wird – auch wenn die dann unter Umständen mehr Aufwand bedeuten: „Die drei Herbstfeiern sind von den Bewohner*innen sehr gut aufgenommen worden. Dann können wir auch drei Adventsfeiern im Dezember planen.“